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Krankenkasse

Laut Sozialgesetzbuch ist die Hauptaufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung, das heißt der Krankenkassen, die „Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern“. Damit gehört die gesetzliche Krankenversicherung zu den Pflichtversicherungen des deutschen Solidaritätssystems. Das bedeutet, dass jeder Bürger in Deutschland verpflichtet ist, eine gesetzliche oder private Krankenversicherung zu besitzen.

In der gesetzlichen Krankenversicherung gilt das sogenannte Sachleistungsprinzip. Dieses besagt, dass die gesetzlich Krankenversicherten dem jeweiligen Gesundheitsdienstleister die Behandlungskosten nicht im Voraus bezahlen müssen. Der Gesundheitsdienstleister erbringt stattdessen die gewünschte Leistung und rechnet diese im Nachhinein mit dem gesetzlichen Krankenversicherungsträger des Versicherten, den sogenannten Krankenkassen ab. Der Leistungsumfang richtet sich nach gesetzlichen Vorgaben. Diese Vorgaben sind fast 96 Prozent des Leistungskatalogs der Krankenkassen. In den restlichen vier Prozent unterscheiden sich die verschiedenen Krankenkassen in den sogenannten Zusatzleistungen. (Quelle:  Krankenversicherungssystem in Deutschland)

Einige Einwohner in Deutschland haben eine Wahl, sich privat oder gesetzlich krankenversichern zu lassen. Dies trifft zum Beispiel auf Arbeitnehmer zu, deren Einkommen oberhalb einer jährlich neu festgesetzten Grenze liegt. Beamte, Selbstständige und Freiberufler sind ebenfalls meist privatversichert. 

Heute existieren in Deutschland 113 verschiedene gesetzliche Krankenkassen. Diese unterscheiden sich in ihren Zusatzleistungen. Hierbei stehen nicht alle Krankenkassen Bürgern aus jedem Bundesland offen. Hierbei sind einige Krankenkassen regional aufgestellt, dass allein Versicherte aus deren Einzugsgebiet Mitglied werden können (Regionalitätsprinzip). Außerdem sollten Sie bei der Wahl einer Krankenkasse darauf achten, dass diese eventuell einzig bestimmten Berufsgruppen offen steht.