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Debitkarten mit Cashback: Für wen lohnt sich die Zusatzkarte und worauf sollte man achten?

Debitkarten mit Cashback: Für wen lohnt sich die Zusatzkarte und worauf sollte man achten?

Bildquelle: Pexels → https://www.pexels.com/de-de/foto/stapel-mit-verschiedenen-kreditkarten-in-nahaufnahme-32641818/

Debitkarten sind längst nicht mehr nur Bestandteil klassischer Girokonten. Fintechs, Broker, Multiwährungsanbieter und andere Finanzplattformen verbinden ihre Konten mit Visa- oder Mastercard-Debitkarten und locken dabei teils mit Cashback, Punkten oder Sparboni. Das Grundprinzip klingt zunächst einfach: Mit vorhandenem Guthaben bezahlen und dafür einen Teil des Umsatzes zurückerhalten. Doch hinter den Angeboten stehen unterschiedliche Modelle. Manche verlangen eine monatliche Gebühr, andere knüpfen die Belohnung an einen Sparplan oder bestimmte Umsätze. Auch die Höhe des tatsächlichen Vorteils kann durch Limits und ausgeschlossene Transaktionen deutlich geringer ausfallen als zunächst erwartet.

Bezahlen im Alltag und online

Eine Debitkarte kann für alltägliche Einkäufe ebenso eingesetzt werden wie für digitale Zahlungen. Im stationären Handel reicht das Spektrum vom Supermarkt über Tankstellen und Restaurants bis zu größeren Einzelhändlern. Online kommen Onlineshops, Streaming-Abos, Reisebuchungen, Spiele und Apps hinzu.

Auch Online-Casinos gehören zu den Bereichen, in denen Karten neben Überweisungen, E-Wallets und weiteren Zahlungsdiensten als mögliche Zahlungsart angeboten werden können. Welche Verfahren tatsächlich verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Anbieter und dessen Zahlungsangebot ab. So nennt das Online Casino Novoline beispielsweise Visa, Mastercard, Klarna, PaysafeCard, Apple Pay und PayPal als Zahlungsmöglichkeiten.

Novoline ist ein Anbieter mit deutscher Lizenz und unterliegt damit den Vorgaben der zuständigen Glücksspielbehörden.

Für die Auswahl einer zusätzlichen Debitkarte ist auch entscheidend, wo sie eingesetzt werden soll. Wer häufig in Fremdwährungen bezahlt, achtet auf Wechselkurse und Auslandsgebühren. Bei Bargeldabhebungen sind Freigrenzen und Gebühren relevant. Für Hotelbuchungen oder Mietwagen kann zudem eine Debitkarte weniger geeignet sein als eine echte Kreditkarte, weil bei solchen Leistungen häufig ein Kreditrahmen für Kautionen benötigt wird. Die Karte muss also nicht nur Cashback bieten, sondern zum geplanten Einsatz passen.

Debit, Prepaid und Einwegkarte

Eine Debitkarte ist zunächst von einer Prepaidkarte zu unterscheiden. Bei der Debitkarte wird der Betrag dem verbundenen Konto zeitnah belastet. Bei einer wiederaufladbaren Prepaidkarte wird dagegen zunächst Guthaben bereitgestellt, das anschließend ausgegeben werden kann. Eine nicht wiederaufladbare Prepaid- oder Geschenkkarte verfügt über ein begrenztes Guthaben und kann nach dessen Verbrauch nicht erneut aufgeladen werden.

Noch einmal anders funktionieren virtuelle Einwegkarten, auch Disposable Cards genannt. Hier steht nicht ein begrenztes Guthaben im Vordergrund, sondern die begrenzte Nutzbarkeit der Kartendaten. Nach einem Einkauf können neue Kartendaten erzeugt werden, was vor allem bei Onlinezahlungen zusätzlichen Schutz bieten soll.

Damit ist auch klar: Eine Debitkarte, die mit einem auf dem Konto vorhandenen Guthaben genutzt wird, ist nicht automatisch eine klassische Prepaidkarte. Und das Visa- oder Mastercard-Logo sagt allein nichts über die Produktart aus. Es bezeichnet zunächst das jeweilige Kartenzahlungssystem.

Cashback ist nicht gleich Cashback

Hinter dem Begriff Cashback verbergen sich inzwischen mehrere Modelle. Bei einer klassischen Rückvergütung wird ein Teil des berechtigten Umsatzes dem Konto gutgeschrieben. Andere Anbieter arbeiten mit Punkten, die später gegen bestimmte Leistungen eingelöst werden. Wieder andere verbinden die Belohnung mit einem Spar- oder Anlageprodukt.

Trade Republic nennt sein Modell Saveback. Bei berechtigten Kartenzahlungen werden 1 Prozent des Umsatzes gutgeschrieben, wenn aus dem Cash-Guthaben bezahlt wird. Der Betrag fließt anschließend in einen ausgewählten Sparplan. Voraussetzung ist unter anderem, dass mindestens 50 Euro pro Kalendermonat in qualifizierende Sparpläne investiert werden. Das monatliche Saveback ist auf 30 Euro begrenzt; bei ausschließlicher Zahlung aus Cash liegt die Obergrenze bei 15 Euro.

Bei Revolut werden Kartenausgaben je nach Tarif unter anderem über RevPoints belohnt. Diese Punkte können beispielsweise in Flugmeilen oder Rabatte umgewandelt werden. Sie sind deshalb nicht mit einer direkten Rückzahlung von einem Prozent des Einkaufswerts gleichzusetzen.

Wise zeigt wiederum ein anderes Konzept: Im EWR wird Cashback auf bestimmte Guthaben in Euro, US-Dollar und britischen Pfund berechnet. Die Höhe ist variabel und wird monatlich festgelegt. Das Beispiel macht deutlich, dass Cashback nicht zwingend an den Bezahlvorgang gekoppelt sein muss.

Für wen lohnt sich die zusätzliche Debitkarte?

Interessant kann ein solches Angebot vor allem für Menschen sein, die regelmäßig mit Karte bezahlen und einen größeren Teil ihrer Ausgaben über das jeweilige Produkt abwickeln können. Bei 1.000 Euro cashbackfähigem Monatsumsatz ergeben 1 Prozent beispielsweise 10 Euro im Monat beziehungsweise 120 Euro im Jahr. Entscheidend ist jedoch, dass tatsächlich der gesamte Umsatz für die Belohnung berücksichtigt wird.

Auch Nutzer, die das dahinterstehende Finanzprodukt ohnehin verwenden, können einen zusätzlichen Vorteil erhalten. Wer beispielsweise bereits regelmäßig investiert, kann ein an einen Sparplan gekoppeltes Saveback sinnvoll nutzen. Für Reisende können günstige Fremdwährungsbedingungen ein weiteres Argument sein. Ein separates Kartenkonto kann zudem helfen, bestimmte Ausgaben vom Hauptkonto zu trennen.

Eine solche Karte muss allerdings nicht für jeden Mehrwert bieten. Wer nur selten mit Karte bezahlt oder das zugrunde liegende Konto ansonsten nicht benötigt, hat weniger Möglichkeiten, den Bonus auszuschöpfen. Auch ein Angebot mit hoher Cashbackrate kann bei niedrigen Umsatzgrenzen schnell an seine Obergrenze stoßen.

Wann sich Cashback kaum rechnet

Der beworbene Prozentsatz sollte deshalb nie isoliert betrachtet werden. Muss für die Karte beispielsweise eine monatliche Gebühr gezahlt werden, reduziert diese den erzielten Bonus unmittelbar. Bei 500 Euro berechtigtem Monatsumsatz entsprechen 1 Prozent Cashback lediglich 5 Euro. Eine monatliche Gebühr von 10 Euro würde den rechnerischen Vorteil bereits vollständig aufzehren.

Hinzu kommen Ausschlüsse. Nicht jede Zahlung muss für Cashback qualifizieren. Bitpanda gewährt beispielsweise 1 Prozent Cashback nur bei berechtigten Einkäufen, die mit Kryptowährungen bezahlt werden. Fiat-Guthaben, Stablecoins, Edelmetalle und Bitpanda Stocks sind ausgeschlossen; bestimmte Händlerkategorien werden ebenfalls nicht berücksichtigt. Außerdem löst eine Kartenzahlung einen Asset-zu-Fiat-Trade aus, für den die regulären Tradinggebühren gelten.

Bei solchen Angeboten kann deshalb die vermeintlich attraktive Rückvergütung durch andere Kosten relativiert werden. Auch ein Bonus, der nur als Punkte oder als Anlagebetrag ausgezahlt wird, hat einen anderen praktischen Wert als frei verfügbares Geld.

Vor der Nutzung lohnt sich deshalb ein Blick in die konkreten Bedingungen. Zunächst sollte feststehen, welche Kartenart vorliegt und welches Konto oder Guthaben dahintersteht. Danach sind die laufenden Kosten, die Cashbackrate und mögliche Monats- oder Jahreslimits relevant. Ebenso wichtig sind ausgeschlossene Händler und Transaktionsarten sowie Voraussetzungen wie Mindestumsätze oder Sparpläne.

Der reale Vorteil zählt

Eine Debitkarte mit Cashback kann einen sinnvollen Zusatznutzen bieten, wenn sie zum eigenen Zahlungs- und Finanzverhalten passt. Entscheidend ist jedoch nicht die höchste beworbene Prozentzahl. Erst Gebühren, Limits, Ausschlüsse und weitere Voraussetzungen zeigen, welcher Vorteil tatsächlich übrig bleibt.