
Das Europa des Jahres 2025 wirkt elegant und futuristisch. Cafés weisen mit „Hier tippen“ statt „Nur Barzahlung“ auf. An den Kassen summen fröhlich die Telefone. Doch zwischen den glänzenden Terminals ist immer noch das Klirren von Münzen zu hören. Man könnte meinen, Bargeld sei bereits ausgestorben. Möglicherweise befürchten Sie auch unangenehme Ablehnungen. Funktioniert die glänzende Karte in einem verschlafenen Café? Akzeptieren die belebten Bauernmärkte mobile Geldbörsen?
Die Antwort lautet sowohl Ja als auch Nein. Die meisten Händler in den Städten bevorzugen Karten, und Sie können durch Paris, Berlin oder Madrid reisen, ohne Bargeld zu verwenden. Wenn Sie jedoch ein kleines Bergdorf besuchen, werden Sie möglicherweise noch nach Münzen gefragt. Diese Mischung aus Hypermoderne und entschiedener Altmodischkeit macht Reisen in Europa zu einem kleinen Abenteuer in Sachen Zahlungsabwicklung.
Reisen bedeutet heute gleichermaßen Komfort und Improvisation. Touristen jonglieren mit raffinierten Apps, immer moderner wirkenden Banken, halb leeren Akkus und mysteriösen ATM-Gebühren. Banken und Fintech-Unternehmen stehen in ständigem Wettbewerb, um das Leben einfacher zu machen. Kartennetzwerke drängen Sie zu immer schnelleren kontaktlosen Zahlungen. Die Regulierungsbehörden bestehen stillschweigend auf Sicherheitsnetzen und erinnern uns daran, ein wenig Bargeld in der Tasche zu behalten, für den Fall, dass das WLAN im ungünstigsten Moment ausfällt.
Hier kommt die Wendung. Trotz aller eleganten Terminals und schicken Geldbörsen hat Bargeld immer noch Bestand. Im Jahr 2023 wurden immer noch solide 59 Prozent der Transaktionen an Verkaufsstellen im Euroraum mit Bargeld getätigt. Diese Zahl schockiert jeden, der davon überzeugt ist, dass Europa vollständig digitalisiert ist. Auf der anderen Seite hat die Kartennutzung in den Städten rapide zugenommen, und kontaktloses Bezahlen ist zur Selbstverständlichkeit geworden.