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Wie kontrolliert das Finanzamt die Freistellungsaufträge?

Selbstverständlich können Freistellungsaufträge bei verschiedenen Banken gestellt werden. Um sicher zu gehen, dass der Sparer-Pauschbetrag nicht überschritten wird gibt es eine zentrale Stelle an die alle Freistellungsaufträge gemeldet werden müssen.

Seit 2011 muss jeder Freistellungsauftrag die persönliche Steuer-Identifikationsnummer enthalten. Damit können alle erteilten Freistellungsaufträge ganz einfach einer Person zugeordnet werden und die Kontrolle durch das Finanzamt wird wesentlich einfacher. Achten Sie deshalb darauf den Sparer-Pauschbetrag nicht zu überschritten, er beträgt derzeit 801 Euro für Alleinstehende und 1.602 Euro für Ehepartner. Bestehende Freistellungsaufträge bleiben übrigens noch bis mindestens 2015 gültig. Die Kreditinstitute müssen Ihre Kunden vorher fragen ob sie der Übermittlung der Steuer-Identifikationsnummer zustimmen.

Wenn ein Freistellungsauftrag gestellt wird, ist die Bank dazu verpflichtet am Ende des Jahres den tatsächlich genutzten Freibetrag an das Bundeszentralamt für Steuern in Bonn zu melden. Dort werden dann alle genutzen Einzelbeträge einer Personen zugeordnet. Das zuständige Finanzamt kann über eine Online-Recherche auf diese Daten zugreifen und prüfen ob der Sparer-Pauschbetrag überschritten wurde.

Falls dies der Fall sein sollte, wird der Steuerzahler freundlich zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung und der Anlage KAP aufgefordert. Dort muss dann erklärt werden, welche Kapitaleinkünfte wirklich erzielt worden sind. Anhand dieser Angaben wird dann die Steuer für diese Kapitalerträge fest gesetzt. Man entkommt der Abgeltungssteuer also definitiv nicht.

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