Skip to main content

Kann der Zinssatz steigen / sinken und wovon hängt er ab?

Bei einem Tagesgeldkonto kann sich der Zinssatz jederzeit ändern. Viele Banken bieten aber inzwischen sogenannte Garantiezinsen, also feste Zinsen für einen bestimmten Zeitraum an. Zudem kündigen Banken die Zinsänderungen meist vorzeitig an und versichern nicht zu oft die Zinsen zu ändern um die Kunden nicht zu verärgern. Der Kunde kann auf die Zinsänderung reagieren und zu einer anderen Bank wechseln. Gewöhnlich ist eine Zinsänderung eine gute Möglichkeit um einen Vergleich der Konditionen durchzuführen.

Beim Tagesgeld richtet sich der Zinssatz nach dem sogenannten EONIA-Leitzins. (Euro Overnight Index Average) Dabei handelt es sich um einen gewichteten Index des europäischen Interbankenmarktes. Durch diesen Index kann man erkennen zu welchem Zinssatz sich Banken untereinander Tagesgelder leihen. Der EONIA wird von der Europäischen Zentralbank aus den gemeldeten Zinssätzen von 57 Banken ermittelt. Um Ausreißer zu entfernen werden die 15 höchsten und die 15 niedrigsten Zinssätze nicht berücksichtigt.

Im Gegensatz dazu kann sich der Zins bei einem abgeschlossenen Festgeldkonto nicht ändern - nur nach Auslaufen eines Festgeldes sollte man erst vergleichen, ob es mittlerweile bessere Angebote gibt.

Die Banken orientieren sich bei der Zinsfestsetzung zwar am EONIA Zinssatz (zumindest beim Tagesgeld) reagieren aber nicht auf jede Änderung. Zudem wird der Zinssatz auch vom Konkurrenzdruck der Banken untereinander bestimmt. Neukunden lockt man eben am besten mit einer attraktiven Verzinsung.

Möchten Sie dagegen feste Zinsen für einen bestimmten Zeitraum, so sollten Sie sich für ein Festgeldkonto entscheiden. Über den gesamten Anlagezeitraum sind die Zinsen vorbestimmt, sodass Sie nicht von Zinsänderungen abhängig sind.

Am besten bewertet*