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Termingeld

Als Termingeld bezeichnet man eine Geldanlage, bei der die Anlagesumme für eine mittel- bis langfristige Anlagedauer fest gebunden ist. Die Einlagen werden deshalb auch als Termineinlagen bezeichnet. Man unterscheidet beim Termingeld zwischen Festgeld und Kündigungsgeld.

Kündigungsgeld

Während beim Festgeld die genaue Laufzeit der Geldanlage schon vorher bekannt ist und vertraglich festgehalten wird, läuft das Kündigungsgeld zunächst unbegrenzt. Es muss vom Kunden erst gekündigt werden, bevor es zur Auszahlung kommen kann. Dabei ist die in den Geschäftsbedingungen vereinbarte Kündigungsfrist zu beachten. Erst nach dem Ablauf der Kündigungsfrist kann über das Kündigungsgeld verfügt werden. Die Zinsen sind meist flexibel und passen sich dem allgemeinen Zinsniveau an.

Festgeld

Die wohl bekannteste Form des Termingelds ist das Festgeld. Diese Anlageform bietet dem Kunden einen festen Anlagezeitraum und einen festen Zinssatz. Nach dem Laufzeitende besteht zudem die Möglichkeit der Prolongation (Verlängerung) zu den aktuellen Konditionen. Meist erfolgt die Verlängerung automatisch, wenn der Kunde nicht rechtzeitig die Auszahlung wünscht.

Aufsicht und Statistik

Termingeldeinlagen unterliegen nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 des Kreditwesengesetzes (KWG) der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und dürfen lediglich von Kreditinstituten angeboten werden.

Die Bundesbank führt Statistiken über die Zusammensetzung der Einlagen bei deutschen Banken. Demnach waren im Februar 2010 genau 62% aller Einlagen Termingeldeinlagen, 71% davon mit einer Laufzeit von über 2 Jahren.

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